Naturschutz mit Weitblick
NABU Kreisverband Lippe e.V.
Der Nationalpark Teutoburger Wald: Naturschutz mit Weitblick
In der Diskussion um die Einrichtung eines Nationalparks, wird immer wieder Kritik an einer aus Sicht der Gegner „unnötigen“ Schaffung eines Urwaldes geäußert. Nutzwälder wären schön, so wie sie sind und böten bei richtiger Nutzung der Natur ausreichend Möglichkeit, sich zu entfalten. Wirtschaftswälder nachhaltig und naturnah zu bewirtschaften ist sicherlich sinnvoll. Darüber hinaus kann und sollte unsere Gesellschaft aber auch mehr Wildnis zulassen. Wir brauchen mehr Naturschutz im Wirtschaftswald und gleichzeitig müssen weitere Flächen aus der wirtschaftlichen Nutzung genommen werden.
Nationalen Verpflichtungen nachkommen
Schon 2007 hat die Bundesregierung die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt beschlossen. Bis 2020 soll sich auf 2% der Landfläche die Natur eigendynamisch entwickeln und neue Urwälder entstehen. Dieser Selbstverpflichtung ist Deutschland aber erst zu ca. 0,5% nachgekommen. Mit dem Nationalpark Teutoburger Wald rücken wir diesem Ziel ein kleines Stück näher.
Wo, wenn nicht hier?
Auf mehr Fläche natürliche Prozesse zuzulassen, dient der dauerhaften Erhaltung der biologischen Vielfalt. In der Fachwelt ist unbestritten, dass Urwälder wesentlich artenreicher sind als Wirtschaftswälder. Neue Nationalparke sollten auf Flächen entstehen, die eine hohe Bedeutung für den Artenschutz besitzen, großflächig unzersiedelt sind und sich überwiegend im öffentlichen Eigentum befinden. Der Teutoburger Wald mit der angrenzenden Egge und der noch militärisch genutzten Senne erfüllen diesen Anspruch in hohem Maße. Auch die internationalen Kriterien für einen Nationalpark wären in dieser Kulisse umzusetzen. Der in NRW gewollte zweite Nationalpark kann daher am sinnvollsten im Teutoburger Wald eingerichtet und nach dem Ende der militärischen Nutzung durch die Senne erweitert werden.
Für Mensch und Natur
Ausdrücklich widersprochen wird an dieser Stelle der Vorstellung, ein Nationalpark würde die Bürger in irgendeiner Form von ihrer Landschaft fernhalten. In keinem deutschen Nationalpark wird der Mensch ausgeschlossen oder muss Eintritt zahlen. Das Gegenteil ist der Fall, nach dem Gesetz ist es sogar gewünscht, dass der Bürger die Natur im Nationalpark erlebt. Wandern ist erlaubt, die Wege werden vielfältig gestaltet und bieten vielen Zielgruppen (z.B. Kindern) die Motivation, neue und ungeahnte Einblicke in die Natur zu nehmen. Wegegebote sind dabei heute schon in den meisten Waldflächen - da Naturschutzgebiete - zu beachten. Solche Regeln verstehen sich aus Rücksichtsnahme gegenüber Tier und Pflanzen sowieso und werden von den allermeisten Wanderern auch eingehalten.
Zukunftsinvestition für nachfolgende Generationen
Wirtschaftliche Gutachten haben einmal mehr ergeben: Der Nationalpark ist für die Region ein Gewinn. Darüber hinaus gilt: Nationalparke allein nach dem ökonomischen Kosten-Nutzen-Verhältnis abzuwägen ist viel zu kurzsichtig. Ein Nationalpark ist kein Luxus, sondern dient mit seiner biologischen Vielfalt den kommenden Generationen. Er ist ein weiterer wichtiger Baustein zum Erhalt des Weltnaturerbes Buchenwald. Bezüglich der Umsetzung steht auch NRW in der Pflicht, ein solch wertvolles Naturerbe auch unabhängig von ökonomischen Überlegungen der Nachwelt zu erhalten. Auch in anderen Regionen wurde jahrelang erbittert um einen Nationalpark gestritten. Nach seiner Einrichtung merkte aber die Bevölkerung schnell, dass die Befürchtungen unbegründet waren. Stattdessen ist man nun stolz auf „seinen“ Nationalpark. Haben wir doch den Mut und Weitblick, auch den Teutoburger Wald als Nationalpark zu schützen. Die Nachfolgenden Generationen werden es uns danken.
(Dirk Tornede, NABU Lippe e.V., Quelle: http://www.nationalpark-ja-bitte.de/presse-meinungen/naturschutz-mit-weitblick/
V.i.S.d.P. DieLinke.Lippe Stadtverband Horn-Bad Meinberg V. Ammer, 2012-01-20 21:53:49
Permalink: http://dielinkelippe.de/link.php?artikel=1143
70. Jahrestag der Wannseekonferenz
Zorn, Scham und Trauer – Erklärung des Parteivorstandes und der Fraktion DIE LINKE. zum 70. Jahrestag der Wannseekonferenz
Beschluss des Geschäftsführenden Parteivorstandes vom 12. Januar 2012
Am 20. Januar 1942, vor siebzig Jahren, wurden in Berlin-Wannsee die organisatorischen Grundlagen für die vollständige Vernichtung der Jüdinnen und Juden Europas festgelegt. Die industrielle Ermordung von Millionen Jüdinnen und Juden ist und bleibt ein unfassbares Menschheitsverbrechen, mit nichts in Geschichte und Gegenwart gleichzusetzen.
Zorn, Scham und Trauer erfüllen uns, die Nachgeborenen, angesichts der Tatsache, dass es den Nazis gelungen war, die deutsche Gesellschaft zu einem Teil der Organisierung des Massenmordes zu machen. Die Deutsche Bahn und Fuhrunternehmen haben den Transport in die Todesfabriken organisiert und durchgeführt. Wehrmacht, Polizei, SA und SS trieben die Menschen zusammen, Mediziner planten die Vernichtung und wirkten daran mit. Richter und Rechtsanwälte rechtfertigten die Vernichtung und nahmen aktiv am Raub jüdischen Vermögens teil. Großkonzerne und Banken schlugen zusätzlichen Profit aus dem System „Vernichtung durch Arbeit“. Unternehmen wie Degussa, Siemens und die Deutsche Bank, IG Farben oder Thyssen und Krupp profitierten aus Elend und Tod, sogar aus der Vernichtung selbst.
Zorn, Scham und Trauer erfüllen uns auch angesichts der Tatsache, dass der Umfang und die Brutalität der Nazi-Verbrechen über Jahrzehnte in der Bundesrepublik Deutschland eher verschwiegen und verharmlost wurden. Ganze Bereiche der bundesdeutschen Gesellschaft wurden vor dem Hintergrund des Ost-West-Konflikts pauschal von ihrer Verantwortung freigesprochen. Es dauerte lange, bis Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter entschädigt wurden, ehe die Justiz Nazi-Verbrechen verfolgte, und noch länger wurde die Existenz von „furchtbaren“ Richtern und Anklägern verschwiegen. „Wir haben nichts gewusst, und wir konnten nichts tun“ – diese Ausflüchte bestimmten über Jahrzehnte vor allem in Deutschland West das öffentliche Bewusstsein. Bis heute steht die Aufarbeitung der Verstrickung in Nazi-Verbrechen in großen gesellschaftlichen Bereichen, von Ministerien und staatlichen Behörden, von Banken und Großkonzernen aus. Der Schoß, aus dem das kroch, bleibt fruchtbar noch, das erleben wir angesichts der rechten Terrormorde in diesen Tagen.
Zorn, Scham und Trauer empfinden wir auch, weil Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern gegen die Nazi-Verbrecher der ihnen zustehende Respekt und die Anerkennung oft und zu lange versagt wurden. Wir erinnern an mutige Juristen wie den hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, der Auschwitz vor Gericht brachte. Wir danken Beate und Serge Klarsfeld für ihr Engagement, auch für die Ohrfeige an Ex-Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger. Diese Ohrfeige war die Antwort auf das moralische und politische Versagen, Schuld einzugestehen. Sie galt nicht nur der konkreten Person, sondern einer politischen Klasse, die sich nicht mit ihrer Verantwortung und ihrem Versagen auseinandersetzen wollte. Wie in Yad Vashem die Mauer der Gerechten an die Namen und Taten derjenigen erinnert, die Widerstand leisteten, ist solch eine Erinnerung in Deutschland nötig. Es ist gut, dass das Holocaust-Mahnmal in Berlin errichtet wurde.
DIE LINKE wird überall Faschismus, Rassismus und Antisemitismus anprangern, ohne Ausnahme. Gerade angesichts des rechten Terrors in unserem Land bekräftigen wir: Faschismus ist keine Meinung, Faschismus ist ein Verbrechen! Das gilt überall, in unserem Land und in Europa. Das Menschheitsverbrechen der Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden bestimmt auch unser Verhältnis zum Staat Israel. Wir verstehen, dass sich die Vereinten Nationen angesichts der Verfolgung und Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden und der Unfähigkeit und Unwilligkeit vieler europäischer Länder, ihnen zu helfen, für die Gründung des Staates Israel entschieden haben. Wir wollen das, was wir tun können, leisten, um dazu beizutragen, dass Israel Seite an Seite mit einem lebensfähigen palästinensischen Staat im Nahen Osten ein Beispiel für Aussöhnung setzt.
Nur wer sich erinnert und Schlussfolgerungen zieht, will aus der Geschichte lernen.
Quelle: http://www.die-linke.de/partei/organe/parteivorstand/parteivorstand20102012/beschluesse/zornschamundtrauererklaerungdesparteivorstandesundderfraktiondielinkezum70jahrestagderwannseekonferenz/
V.i.S.d.P. DieLinke.Lippe Stadtverband Horn-Bad Meinberg V. Ammer, 2012-01-20
Permalink: http://dielinkelippe.de/link.php?artikel=1142
aktueller Newsletter von ausgestrahlt.de
Der aktueller Newsletter der Aktion ''ausgestrahlt.de'' stellt für die kommenden Monaten die folgenden Aktionen in den Mittelpunkt:
1. Den Streit um die Sicherheit und die Laufzeiten der neun noch laufenden AKW und diverser Atomfabriken – vor allem rund um den 11. März, Jahrestag der andauernden Fukushima-Katastrophe.
2. Das Ringen um die Atommüll-Lagerung, Castor-Transporte und das Endlagerprojekt Gorleben.
Inhalt
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1. Solidarität mit Japan am 11. Februar: Mahnwachen bundesweit
2. „Woche der Anti-Atom-Sonne“ vom 3. bis 11. März
3. Bundesweite Großproteste am 11. März
4. Gorleben weiter auf der Kippe
5. Stoppt die Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus!
6. Urankonferenz am 4. Februar in Münster
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1. Solidarität mit Japan am 11. Februar: Mahnwachen bundesweit
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Die japanische Anti-Atom-Bewegung ruft für Samstag, den 11. Februar, zu
einer Großdemonstration in Tokio und zu weiteren Demos an AKW-Standorten
auf. Ganz bewusst finden diese Proteste nicht am 11. März, sondern einen
Monat früher statt, denn im März wird die Trauer um die Opfer des
Tsunamis im Mittelpunkt stehen und nicht die Atompolitik.
Wir rufen dazu auf, am 11.Februar in möglichst vielen Orten bundesweit
mit Mahnwachen die Verbundenheit mit den Protesten in Japan herzustellen
und dort gleichzeitig für die zentralen Proteste in Deutschland am 11.3.
(siehe unten) zu werben. Mit dem nächsten Newsletter folgt der Link zu
einem Formular, in das Ihr Eure Mahnwache eintragen könnt und zu einer
Karte, auf der alle geplanten Mahnwachen eingetragen werden.
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2. „Woche der Anti-Atom-Sonne“ vom 3. bis 11. März
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Kurz vor dem Jahrestag des Beginns der Fukushima-Katastrophe werden die
Medien hierzulande das für sie fast schon vergessene Thema wieder
entdecken. Auch die (Un-)Sicherheit der neun noch laufenden Reaktoren in
Deutschland wird wieder ins Blickfeld der Öffentlichkeit rücken. Ein
guter Zeitpunkt, um unsere Ablehnung des Weiterbetriebes dieser AKW
überall öffentlich sichtbar zu machen. Anti-Atom-Fahnen, -Aufkleber und
–Buttons sind ja bei vielen Menschen noch reichlich vorhanden.
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3. Bundesweite Großproteste am 11. März
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Am Sonntag den 11. März wird in Gundremmingen (Bayern), Neckarwestheim
(BaWü), Gronau (NRW), Hannover (Niedersachsen) und Brokdorf
(Schleswig-Holstein) demonstriert, um deutlich zu machen, dass die
Gefahr mit dem „halben Ausstieg“ von 2011 noch nicht gebannt ist. Je
mehr Menschen an diesem Tag auf die Straße gehen, um so klarer wird,
dass es keinen gesellschaftlichen Konsens über den Weiterbetireb von AKW
bis 2022 gibt. Grenznah wird auch zu der Demo in Tihange (Belgien) und
zur Anti-Atom-Menschenkette im Tal der Rhone in Frankreich mobilisiert.
Mehr Infos demnächst hier im Newsletter.
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4. Gorleben weiter auf der Kippe
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Die Bund-Länder-Kommission zur Entwicklung eines Endlagersuchgesetzes
ist mitten in entscheidenden Abstimmungsprozessen. Ob und wie es in
Gorleben weitergeht, ist dort ein wesentlicher Verhandlungsgegenstand.
Deshalb ist es für alle GegenerInnen eines Endlagers im maroden
Salzstock Gorleben wesentlich, sich in den nächsten Wochen aktiv
einzumischen, um die Entscheidungen der Kommission zu beeinflussen. Auch
dazu demnächst mehr.
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5. Stoppt die Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus!
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152 Castor-Behälter mit Atommüll aus dem Versuchsreaktor in Jülich
sollen quer durch NRW ins Zwischenlager Ahaus gebracht werden.
AtomkraftgegnerInnen machen Druck auf Bundes- und Landesregierung, diese
Transporte abzusagen. Für den 25. Februar ist ein landesweiter
Autobahn-Aktionstag geplant. Der aktuelle Stand:
http://www.kein-castor-nach-ahaus.de/
http://www.westcastor.de/
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6. Urankonferenz am 4. Februar in Münster
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Am 4. Februar findet in Münster eine internationale Urankonferenz statt.
Im Mittelpunkt werden der weltweite Uranabbau, die Uranverarbeitung, die
Urananreicherung sowie die Brennelementefertigung stehen. Mehr dazu:
http://www.urankonferenz2012.de/
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.ausgestrahlt ist eine Mitmachkampagne gegen Atomenergie.
http://www.ausgestrahlt.de
V.i.S.d.P. DieLinke.Lippe Stadtverband Horn-Bad Meinberg V. Ammer, 2012-01-05 12:50:14
Permalink: http://dielinkelippe.de/link.php?artikel=1137
5 Euro pro Arztbesuch
ARD-Tagesschau vom 10.12.2011:
Quelle: www.tagesschau.de/inland/praxisgebuehr104.html
Koalition prüft Änderungen bei Praxisgebühr
Bezahlen bei jedem Arztbesuch?
Eine Reform der Praxisgebühr ist schon lange im Gespräch. Und geht es nach dem Willen einiger Koalitionspolitiker, soll 2012 darüber entscheiden werden.
Grund für eine Änderung der Zehn-Euro-Regelung ist laut dem FDP-Bundestagsabgeordneten und Gesundheitsexperten Lars Lindemann, dass die jetzige Praxisgebühr ''keinerlei steuernde Funktion'' habe. ''Wir werden 2012 Alternativen prüfen'', sagte er der ''Bild''-Zeitung. Auch der CSU-Bundestagsabgeordnete Johannes Singhammer erklärte, dass ''der Effekt, die Zahl der Arztbesuche zu dämpfen'', mit der jetzigen Gebühr nicht erreicht worden sei.
Dies bestätigt auch das Gesundheitsministerium: Zwar seien die Zahl der Arztbesuche seit der Einführung der Pauschale 2004 leicht zurückgegangen, der Effekt sei aber weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben, sagte eine Sprecherin auf Anfrage von tagesschau.de. Deutschland liege mit durchschnittlich 18 Arztbesuchen pro Patient im Jahr im europäischen Vergleich in der Spitzengruppe.
Alternativen erbeten
Doch wie könnte die neue Gebühr aussehen? Eine Möglichkeit wäre eine Pauschale bei jedem Arztbesuch. Fällig werden könnten bis zu fünf Euro, zitiert die ''Bild''-Zeitung Gesundheitsökonomen. Das Gesundheitsministerium dementierte dies: Pläne für eine derartige Gebühr prüfe die Koalition derzeit nicht. Bisher berate die Koalition nicht über die Praxisgebühr. Grundsätzlich ist Schwarz-Gelb aber offen für Alternativen: Bereits im 2009 geschlossenen Koalitionsvertrag ist von einem ''unbürokratischen Erhebungsverfahren'' die Rede, das neue Möglichkeiten für die Praxisgebühr aufzeigen soll.
Zehn Euro pro Quartal - seit fast acht Jahren
Die Praxisgebühr in Höhe von zehn Euro wird seit Januar 2004 von gesetzlich Versicherten eingezogen. Sie muss bei Arzt-, Zahnarzt- oder Psychotherapeutenbesuchen sowie im kassenärztlichen Notdienst einmal im Quartal entrichten werden. Die Gebühr kommt nach der Verrechnung mit den Honoraren der Behandler den Krankenkassen zugute.
→ siehe auch: dielinke-hbm.de - Die Praxisgebühr muss weg
V.i.S.d.P. DieLinke.Lippe Stadtverband Horn-Bad Meinberg V. Ammer, 2011-12-15
Permalink: http://dielinkelippe.de/link.php?artikel=1114
Unterschriftenaktion für Nationalpark
ie Naturschutzvebände in OWL haben eine Unterschriftenaktion gestartet, mit der sie ein Zeichen für den geplanten Nationalpart Teutoburger Wald / Senne setzen wollen.
In der Region Ostwestfalen-Lippe werde seit Jahren um ein Nationalpark gestritten. Auf Initiative des Kreises Lippe mit dem CDU-Landrat Friedel Heuwinkel an der Spitze und mit Unterstützung der rot-grünen Landesregierung in NRW solle im Teutoburger Wald und der an angrenzende Egge ein Nationalpark mit ca. 8.650 ha eingerichtet werden. Nach dem Ende der militärischen Nutzung auf dem angrenzenden Truppenübungsplatz Senne könne der Nationalpark um ca. 11.000 ha erweitert werden.
Der Nationalpark schütze ein einzigartiges Naturerbe, erhalte Lebensräume für bedrohte Arten, stärke die Region und fördere den Tourismus. Diese einmalige Chance für die Region, die sich nun biete, werde von den großen Naturschutzverbänden NABU, BUND und LNU in NRW unterstützt.
''Und auch Sie als Naturfreund sind aufgerufen, im Internet Ihr Votum für den Nationalpark abzugeben. Dies ist wichtig, weil leider die Gegner mit Polemik und Halbwahrheiten die Bevölkerung gegen den Nationalpark mobilisieren und Ängste schüren. Die Naturschutzverbände fordern das Land NRW und den Kreis Lippe auf, den Nationalpark Teutoburger Wald einzurichten, und den Nationalpark nach Ende einer Militärischen Nutzung mit der Senne zu erweitern.'' ist auf den Internetseiten der Initiative www.nationalpark-ja-bitte.de zu lesen.
→ www.nationalpark-ja-bitte.de
V.i.S.d.P. DieLinke.Lippe Stadtverband Horn-Bad Meinberg V. Ammer, 2011-12-09
Permalink: http://dielinkelippe.de/link.php?artikel=1119
Industriepark Lippe - Chance oder Millionengrab?
Gerd Detering, DIE LINKE, schaut zurück auf 10 Jahre ''Industriegebiet Belle''
.
→ zum Artikel
V.i.S.d.P. DieLinke.Lippe Stadtverband Horn-Bad Meinberg V Ammer, 2011-11-22
Permalink: http://dielinkelippe.de/link.php?artikel=1089
Nationalpark Senne / Teutoburger Wald
NATIONALPARK - JA!
meint V. Ammer von der LINkEN in Horn-Bad Meinberg
Ein Aufkleber kann eine sachliche Debatte über Für und Wider nicht ersetzen, ist aber eine Möglichkeit, Flagge zu zeigen.
Der 10 mal 7 cm große Aufkleber aus wetterfestem Material kann auf E-Mail-Nachfrage zum Selbstkostenpreis bei V. Ammer bestellt werden.
.
→ E-Mail-Anfrage
V.i.S.d.P. DieLinke.Lippe Stadtverband Horn-Bad Meinberg V Ammer, 2011-11-22
Permalink: http://dielinkelippe.de/link.php?artikel=1088
Schulmensa Horn-Bad Meinberg - Wie geht es weiter?
Bei der Schulausschusssitzung am 3. Mai ab 18 Uhr im Rittersaal in der Burg Horn steht wieder das Dauerthema Mensa auf der Tagesordnung. Diana Ammer, Stadtverordnete für die LINKE im Rat ist in diesem Ausschuss lediglich beratendes Mitglied. Stimmrecht hat sie keins. Trotzdem kämpft sie weiterhin für gesundes Mittagessen am Schulzentrum Horn und gegen Fehlplanungen bei der dringen nötigen Schulmensa.
siehe dazu auch:
- Pressemitteilung vom 20. Februar 2011 http://dielinkelippe.de/link.php?artikel=898
- Bericht aus der Ratsarbeit vom 2. Mai 2011 http://dielinkelippe.de/link.php?artikel=958
→ Gravierende Mängel bei Schulmensaplanung
→ Rückfragen per E-Mail bei Diana Ammer
V.i.S.d.P. DieLinke.Lippe Stadtverband Horn-Bad Meinberg V. Ammer, 2011-05-02
Permalink: http://dielinkelippe.de/link.php?artikel=1062
Neues aus Absurdistan
Zu dem Lottospielverbot und der damit verbundenen Diskriminierung von Hartz IV BezieherInnen erklärte am 10. März 2011 Karina Ossendorff, sozialpolitische Sprecherin der LINKEN in NRW:
''Schlimmer geht immer. Da fragt man sich, was kommt als Nächstes? Heute wird durch das Kölner Landgericht per einstweiliger Verfügung den Hartz IV- BezieherInnen das Lotto spielen verboten und morgen dürfen sie dann per Gerichtsentscheid nur noch bei Aldi und Kik einkaufen, weil es billiger ist? Nicht nur, dass das Gericht eine verfassungswidrige Entscheidung getroffen hat, es unterstützt auf dem Rücken der Betroffenen einen privaten Glücksspielanbieter der offenbar mit allen, auch unlauteren Mitteln einen unliebsamen Konkurrenten ausschalten will.
Es ist ein Skandal, dass das Landgericht Köln sich nicht scheut, bei solch einer Diskriminierung und Instrumentalisierung mitzuspielen. Wie darf man sich denn zukünftig die Kontrolle in den Lottoannahmestellen vorstellen? Schwebt dem Gericht etwa vor, dass zukünftig Hartz IV Berechtigte ein gut sichtbares Zeichen an ihrer Kleidung zu tragen haben?
Es gibt in der BRD ein Grundgesetz, auch wenn immer öfter versucht wird, es außer Kraft zu setzen, vor allem wenn es um Hartz IV-Berechtigte geht. Aber auch für sie gilt Artikel Eins. Und auch sie haben Rechte, z.B. auf freie Entscheidung was sie mit ihrem mageren Geldbeutel machen und wofür sie ihr unzureichendes Budget ausgeben, auch wenn das manchem nicht in den Kram passen mag. Es ist wieder mal eine Geschichte aus dem Tollhaus und sie ist für die LINKE. nicht hinnehmbar. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen: Banker verzocken Milliarden und gehen straffrei aus, und Hartz-IV-Betroffene werden womöglich fürs Kaufen eines Rubbelloses mit Bußgeld bestraft? Wo kommen wir denn da hin, wenn Diskriminierung gerichtlich legitimiert wird''!
Quelle: http://www.dielinke-nrw.de/start/aktuelles/detailansicht_der_news/zurueck/aktuelles/artikel/neues-aus-absurdistan/
V.i.S.d.P. DieLinke.Lippe Stadtverband Horn-Bad Meinberg V. Ammer, 2011-03-14
Permalink: http://dielinkelippe.de/link.php?artikel=919
Integrationsbeirat gegründet
Am 9. März fand die erste Sitzung des neu gegründeten Integrationsbeirats statt.
Die Mitglieder:
Claudia Köstler-Spiering, Fatih Ünal (für die SPD)
Liane Grudinski, Dr. Konrad Hambrügge (für die CDU)
Christa Wächter (für das Bürgerbündnis)
Stefan Ippig (für Bündnis 90/Die Grünen)
Hans-Jürgen Meyer (für die FDP)
Oktay Bilgi (für DIE LINKE)
Klaus-Dieter Drewes (für das Bundesamt für Migration)
Andreas Mickel (für die Deutsch-Italienische Gesellschaft)
Dr. Michael Niepel (für Amnesty International)
Bernd Racherbäumer (für die VHS)
Yusuf Yavuz (für den Diyanet Kulturverein)
Emine Yüksel (für türkische Mitbürgerinnen)
V.i.S.d.P. DieLinke.Lippe Stadtverband Horn-Bad Meinberg V. Ammer, 2011-03-10
Permalink: http://dielinkelippe.de/link.php?artikel=987
Studie zur Bildungsmotivation türkischer Familien
WDR5-Radio.
In der Ausgabe vom 06.09.2010 der Sendung ''Leonardo - Wissenschaft und mehr'' berichtete der Westdeutsche Rundfunk von einer Studie einer Mannheimer Forschungsgruppe, welche die Bildungsmotivation türkischer Familien untersucht.
Die Studie zeige: Bei gleichen sozialen Voraussetzungen ist die Bildungsmotivation unter Migranten aus der Türkei sogar höher.
''Vergleicht man deutschstämmige Kinder und solche mit türkischen Eltern aus der gleichen sozialen Gruppe, also etwa Arbeiterkinder, deren Eltern ein bestimmtes Einkommen haben, so sind deren Schulleistungen nicht schlechter als die der deutschstämmigen Kinder.'' heißt es in dem Manuskript zur Sendung.
http://www.wdr5.de/fileadmin/user_upload/Sendungen/Leonardo/2010/09/Manuskripte/ms100906TuerkenJazurebesserenBildung.pdf
Die Ergebnisse lassen die Behauptungen Thilo Sarazins und die durch sie ausgelöste öffentliche Diskussion in einem anderen Licht erscheinen.
Seine Forschungsergebnisse hat der Soziologe Dr. Jörg Dollmann vom Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES) der Universität Mannheim in dem Buch ''Türkischstämmige Kinder am ersten Bildungsübergang. Primäre und sekundäre Herkunftseffekte. Wiesbaden, VS Verlag, 2010'' veröffentlicht. http://www.mzes.uni-mannheim.de/publications/books/TuerkKindBildung.html
→ Link zur Sendung vom 06.09.2010
V.i.S.d.P. DieLinke.Lippe Stadtverband Horn-Bad Meinberg V. Ammer, 2010-09-06 23:19:42
Permalink: http://dielinkelippe.de/link.php?artikel=742
Aktueller IAQ-Report zur Niedriglohnbeschäftigung
Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen vom 27.07.2010:
Nach unten keine Grenze
Der Anteil der Niedriglohnbezieher bleibt bundesweit konstant hoch. Gleichzeitig franst aber das Lohnspektrum zunehmend nach unten aus. Das zeigt ein aktueller Report aus dem Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen. Für Stundenlöhne unter 6 Euro (brutto) arbeitete 2008 gut ein Drittel der Geringverdiener. 1,15 Millionen verdienten sogar weniger als 5 Euro.
Der Ausdifferenzierung der Löhne nach unten sind kaum Grenzen gesetzt. So niedrige Entgelte werden in vielen anderen Ländern durch gesetzliche Mindestlöhne unterbunden. Die Zahl der von Niedriglöhnen Betroffenen ist auch in den vergangenen Jahren weiter gestiegen, stellten die IAQ-Wissenschaftler Dr. Claudia Weinkopf und Thorsten Kalina fest: Waren es 2006 noch gut 6,31 Millionen, stieg die Zahl zwei Jahre später um mehr als 220.000 an auf 6,55 Millionen Beschäftigte.
Seit 1998 ist die Zahl der Niedriglohnbeschäftigten um fast 2,3 Millionen gestiegen, gut jeder fünfte Beschäftigte ist betroffen. Mit 7,09 Euro in West- bzw. 5,18 Euro in Ostdeutschland lagen die durchschnittlichen Löhne im Niedriglohnsektor im Jahr 2008 weit unter der Niedriglohnschwelle. Dabei steigt die Zahl der Geringstverdiener, die weniger als ein Drittel des mittleren Lohns erhalten – das waren 2008 Stundenlöhne unter 4,75 Euro in West- und 3,42 Euro in Ostdeutschland.
Gesetzlicher Mindestlohn ist unverzichtbar
„Weder die Sittenwidrigkeitsgrenze noch branchenbezogene Mindestlöhne können die Ausdifferenzierung des Lohnspektrums wirksam begrenzen“, kritisiert IAQ-Direktorin Dr. Claudia Weinkopf. „Daher ist ein gesetzlicher Mindestlohn auch in Deutschland unverzichtbar.“ Von einem gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro, wie ihn die Gewerkschaften fordern, wären nach Berechnungen des IAQ deutschlandweit über 18 Prozent der Beschäftigten betroffen – in Westdeutschland 15 Prozent und in Ostdeutschland mit 35 Prozent sogar mehr als jeder dritte Beschäftigte.
Quelle: Pressemitteilungen der Universität Duisburg-Essen
http://www.uni-due.de/de/presse/meldung.php?id=2264
→ Die Pressemitteilung und weitere Informationen bei www.uni-due.de
→ Download: IAQ-Report Niedriglohnbeschäftigung 2008
→ siehe auch: DIE LINKE Horn-Bad Meinberg Quergedacht - Mindestlöhne schaden nicht
V.i.S.d.P. DieLinke.Lippe Stadtverband Horn-Bad Meinberg V. Ammer, 2010-07-28
Permalink: http://dielinkelippe.de/link.php?artikel=691
Mehr Nachrichten aus dem Stadtverband Horn-Bad Meinberg: